Berichte

Musikinsel Rheinau


Samstag, 1. September 2018

Bericht von Isabella Egli

Chorreise 2018 des Cäcilienchors

Auch dieses Jahr unternimmt der Cäcilienchor Wallisellen / Dietlikon / Wangen-Brüttisellen seine traditionelle Chorreise. Fast schon ein Muss für einen Chor – der Besuch der Musikinsel Rheinau.

Per Zug reist die Gruppe kurz nach 8 Uhr über Zürich-Oerlikon in Richtung Schaffhausen. In Neuhausen am Rheinfall angekommen bleibt uns etwas Zeit, um dem tosenden Wasser des Rheinfalls zuzusehen.

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Trotz des trockenen Sommers ist der Wasserfall sehr beeindruckend. Nach einer kurzen Stärkung spazieren wir den kurzen Weg zum Schloss Wörth. Unser «Wassertaxi» der Ernst Mändli AG, Schifffahrtsberiebe, erwartet uns und bringt uns in einer gemütlichen, einstündigen Flussfahrt zur Insel Rheinau. Zwischendurch ist ein kurzer Fussmarsch angesagt, wenn das Boot über die Schleuse auf die nächste Wasserstufe gebracht werden musste.

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In Rheinau erwartet uns bereits der Walliseller Max Stierlin. Unter seiner Führung erkunden wir die Klosterkirche, das Chorgestühl und die Sakristei. Max Stierlin schöpft aus seinem scheinbar unendlichen Fachwissen über die Geschichte und die Kultur. Wir erfahren viel Spannendes und Eindrucksvolles über die Geschichte dieser Barockkirche und der Klosterinsel. So wurde unter Abt Gerold II. Zurlauben die Klosterkirche 1704-1711 in ihrem heutigen Erscheinungsbild erbaut. Die Ausstattung mit prunkvollen Altären, geschnitztem Gestühl, schmiedeisernem Chorgitter, Stuckaturen und Deckenfresken dauerte bis ins 18. Jahrhundert. Besonders wertvoll ist die im Original erhaltene und restaurierte Hauptorgel von Johann Christoph Leu (1711-1715).

Nach der Aufhebung des Klosters 1862 dienten die Gebäulichkeiten als Psychiatrische Klinik. Nach deren Wegzug im Jahr 2000 war die Klosterinsel mehrere Jahre verwaist, bis das «Haus der Stille» sowie die Musikinsel nach rund einjähriger Umbauzeit im Mai 2014 einen Teil der Räumlichkeiten bezogen. Dort lassen wir uns in einem der 16 Proberäumen kulinarisch verwöhnen, bevor es dann heisst mit Schiff und Zug wieder nach Wallisellen zurückzukehren.


Mit Bus und Schiff von

Muri nach Birsfelden

Samstag, 26. August 2017

Bericht von Isabella Egli

Cäcilienchor auf Reisen

Es ist Spätsommer und der Cäcilienchor Wallisellen/Dietlikon/Wangen-Brüttisellen ging auf seine traditionelle Chorreise. Dieses Jahr wurde der Kanton Aargau «unsicher» gemacht.

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Kurz nach 8 Uhr ist Abfahrt und dank ruhigem Verkehr erreichten wir schon bald unser erstes Ziel, die Klosterkirche in Muri. Dort wurden wir gut eine Stunde durch die ehemalige, 1027 gegründete, Benediktinerabtei geführt. Bauliche Grundlage der Klosterkirche bildet eine dreischiffige, romanische Basilika mit quadratischem Chor über einer ebenfalls dreischiffigen Hallen­krypta. Von 1695 bis 1697 fand ein entscheidender Umbau statt. Das Langhaus wurde für einen achteckigen (Oktogon), 25 Meter hohen Kuppelbau geöffnet, der nördlich und südlich durch je eine tonnen-­gewölbte Seitenkapelle abgestützt wird. Die überaus reiche Innen­ausstattung gilt als eines der Hauptwerke des Barocks in der Schweiz.

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Die Loretokapelle im Nordflügel dient seit 1971 als Famili­engruft des Hauses Habsburg.

Im Restaurant, das mit Schloss Böttstein und Schlosskapelle um einen Innenhof angelegt ist, wurden wir schon sehnlichst zum Mittagessen erwartet.

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Danach ging es weiter nach Rheinfelden. Unser Schiff, der Lällekönig wartete schon auf uns und wir gingen an Bord. Auf dieser gut zweistündigen Schifffahrt nach Birsfelden passierten wir zwei Schleusen. Bei einer feinen Schwarzwälderschnitte und einem Kaffee verflog die Zeit und wir mussten wieder aussteigen.

Unser Reisebus mit Chauffeur erwartete uns schon für die Heimfahrt nach Wallisellen. Diese führte uns nochmals dem Rhein entlang bis Koblenz und in Bülach auf die Autobahn in Richtung Kloten und Wallisellen.

Jubiläumsreise 2016


Schifffahrt in Frankreich

Viertägige Fluss-Schiffsreise mit der
MS Excellence Rhône
auf der Saône

Donnerstag, 27. Oktober 2016 - Sonntag, 30. Oktober 2016

Bericht von Isabella Egli

Wenn eine(r) eine Reise tut ...

Die Chorreise des Cäcilienchors Wallisellen/Dietlikon/Wangen-Brüttisellen anlässlich seines 90 - Jahre Jubiläum führte nach Frankreich. Bei teils herrlichem Herbstwetter genossen Chormitglieder mit ihren Angehörigen die viertägige Fluss-Schiffsreise auf der Saône. Die gute, reichhaltige Küche an Bord sowie die beiden Landausflüge machten diese Reise zu einem Erlebnis.

Früh aufstehen musste man am Donnerstag, da bereits um 7.15 Uhr am Einsteigeort, Parkplatz Gemeindehaus Wallisellen, der Bus eintraf. Mit seinem norddeutschen Witz begrüsste uns Chauffeur Georg, wie immer von Twerenbold Reisen, und informierte über den Verlauf dieses ersten Tages. Nach einer ruhigen Fahrt ohne Stau gab es dann auf französischer Seite einen Kaffeehalt. Danach ging es weiter nach Dijon, wo wir um die Mittagszeit eintrafen. Am Nachmittag wurden uns in der Altstadt schmale, verwinkelte Gässchen sowie die Renaissancefassade der Kirche Saint Michel gezeigt. Mit unserem Bus ging es weiter nach St. Jean de Losne, dem Einsteigeort auf die MS Excellence Rhône, wo wir von der Mannschaft sehr herzlich begrüsst wurden. Während die Koffer von der Crew auf unsere Kabinen gebracht wurden, informierte uns die Reiseleiterin Sabine über die Sicherheit an Bord. Um 19 Uhr liessen wir uns ein erstes Mal mit den Speisen aus der Küche verwöhnen, dies als Vorgeschmack für die folgenden Tage. Nach einem kurzen, gemütlichen Beisammensein kehrte bald Nachtruhe ein.

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Einige schliefen noch, andere waren bereits am Frühstücksbuffet als kurz vor 8 Uhr am Freitag das Schiff in St. Jean de Losne ablegte, um Richtung Chalon-sur-Saône zu fahren. Auf diesen rund 76 Stromkilometer befinden sich die ersten zwei der insgesamt fünf Schleusen bis Lyon. Wie bereits beim Frühstück konnte auch beim Mittagessen die vorbeiziehende, noch sehr ländliche Landschaft, genossen werden. Für den ersten der beiden fakultativen Ausflüge stand am Nachmittag bereits wieder unser Bus mit Chauffeur Georg und einer Reiseführerin bereit. Nach der Busfahrt durch das Burgunder Weingebiet erreichten wir Beaune, die beliebteste Stadt des Burgunds. Das mittelalterliche Zentrum von Beaune und die Stadtmauer sind noch sehr schön erhalten. Wir besichtigten das Hôtel Dieu, das erste Spital der Stadt aus dem 15. Jahrhundert. Sehr eindrücklich, der 50 m lange Grande Salle des Pôvres (1452), wo die Kranken untergebracht waren. Nach einer kurzen Zeit zur freien Verfügung ging es wieder mit dem Bus zurück nach Chalon-sur-Saône. Kaum war der letzte an Bord, legte die Excellence Rhône auch schon wieder ab, um die nächsten 61 Stromkilometer und eine weitere Schleuse nach 20 km auf ihrem Weg nach Mâcon zu passieren.

Nach einem wieder sehr reichhaltigen Abendessen trafen sich die Chormitglieder mit Anhang an Oberdeck in der Lounge. Dort wurde gesungen und nachträglich auf einen runden Geburtstag eines Chormitgliedes angestossen.

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Für den zweiten fakultativen Landausflug am Samstag wartete unser Bus schon um 8 Uhr in Mâcon, um uns nach Tournus zu bringen. Diese kleine Stadt mit rund 6'000 Einwohnen hat eine wichtige, geschichtliche Vergangenheit. Eine gallische Siedlung wuchs im Mittelalter um die erste Abtei, eine zweite Kirche, im 11. Jahrhundert im romanischen Stil begonnen, wurde nach dem Heiligen Philibert geweiht. Auf der Weiterfahrt wurde noch das Renaissanceschloss Cormatin besichtigt und mit einem kleinen Abstecher durch Taizé und Cluny, bekannt wegen seiner 910 gegründeten Abtei, ging es wieder Richtung Mâcon zum Schiff. Auf der Weiterfahrt nach Lyon passierten wir noch die letzten beiden Schleusen auf dieser Strecke. Alles Schöne hat einmal ein Ende und so informierte uns die Reiseleiterin über den Ablauf der Ausschiffung am Sonntag. Kurz vor dem Abendessen, dem Gala-Abendessen oder Kapitäns-Dinner um 20 Uhr, erreichten wir unseren Ausschiffungsort in Lyon. Danach wurde der letzte Abend an Bord nochmals richtig genossen und weit nach Mitternacht fanden auch die letzten Passagiere noch ein paar Stunden Schlaf.

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Obwohl wir dank Zeitumstellung auf die Winterzeit eine Stunde gewonnen hatten, war die Nacht von Samstag auf Sonntag zu kurz, denn bereits um 8.30 Uhr musste das Gepäck vor der Kabine stehen. Dann hiess es Abschied nehmen von der Crew und der Excellence Rhône. Mit unserem Bus ging es noch mit einer Stadtführerin auf eine Stadtrundfahrt durch Lyon, der drittgrössten Stadt Frankreichs. Der Aussichtspunkt De Fourvière bietet bei gutem Wetter einen herrlichen Ausblick auf die ganze Stadt. Nach etwas Freizeit in Lyon, um sich noch zu Mittag zu verpflegen,  mussten wir leider für die Heimreise zurück zum Bus. Auf französischer Seite war das Wetter grau und trüb und kurz vor der Schweizer Grenze in Richtung Genf erwartete uns wunderschönes Herbstwetter. Nach einem kurzen Halt kurz nach Genf erreichten wir, trotz etwas zähfliessendem Verkehr kurz nach Bern, gesund und müde wieder unseren Einsteigeort in Wallisellen.

Ein grosser Dank geht an unsere Präsidentin Irène Oettli, die diese abwechslungsreiche Reise organisiert hat.

Noch ein paar technische Daten

Die fünf Schleusen haben je eine Länge von 185 Meter und eine Breite von 12 Meter. Der Hub beträgt je 5 Meter.

Die Excellence Rhône (Baujahr: 2005/06) ist 110 Meter lang, 11,4 Meter breit, ist 6 Meter, mit der Brücke 8,3 Meter hoch und hat einen Tiefgang von 1,5 Meter. Sie verfügt über 71 Aussenkabinen und bietet 142 Passagieren und 31 Besatzungsmitgliedern Platz.

Der Brennstofftank (Diesel) fasst 100'000 Liter und reicht für ca. 2-3 Wochen. Die Höchstgeschwindigkeit ist 28 km/h bei Talfahrt und 18 km/h bei Bergfahrt. Der Trinkwassertank fasst 240'000 Liter und reicht für 5-7 Tage bei einem Wasserverbrauch von ca. 35'000 Liter/Tag. Der Proviant an Bord reicht für ca. eine Woche. Die Müllentsorgung erfolgt täglich.

Taminaschlucht


Samstag, 6. September 2014

Bericht von Isabella Egli

Cäcilienchor auf Reisen

Am Samstag, 6. September, bei schönem Spätsommerwetter, was für den Sommer 2014 nicht selbstverständlich war, unternahm der Cäcilienchor Wallisellen/Dietlikon/Wangen-Brüttisellen seine alljährliche Chorreise. Schon vor der abgemachten Besammlungszeit um 8.15 Uhr traf der bestellte Bus der Firma Twerenbold am Treffpunkt ein, so dass pünktlich um 8.30 Uhr gestartet werden konnte.
Auch dieses Jahr wurde die angenehme Tradition mit frischen Gipfeli und Kaffee im Bus gepflegt. Die Fahrt via Hinwil und Uznach verlief problemlos und ohne Stau, so dass wir bereits um 10.00 Uhr am Bahnhof Bad Ragaz eintrafen. Dort hiess es erst einmal aussteigen, denn die Weiterfahrt mit dem grossen Bus zu unserem ersten Reiseziel war nicht möglich. Wir bestiegen deshalb den "Schluchtenbus", der uns durch Bad Ragaz talaufwärts der Tamina entlang zum alten Bad Pfäfers brachte.

Die anschliessende Führung durch das Gebäude des alten Bades war sehr spannend und lehrreich. Konnten dort doch die alten Bäder und die Gästezimmer sowie die alte Küche aus der Blütezeit des Bades besichtigt werden. Die Geschichte dieses Bades beginnt zirka im Jahre 1240 als die Quelle entdeckt wird. Die Mönche des nahe gelegenen Benediktinerklosters entdecken die heilende Wirkung des Wassers.
Im Laufe der Jahrhunderte wächst das Bad zu einer international bekannten und beliebten Kurstätte der feinen Gesellschaft und beherbergt zahlreiche berühmte Gäste aus dem In- und Ausland. Johanna Spyri, Schriftstellerin und Schöpferin des Romans über Heidi, gehörte auch zur damaligen illustren Gesellschaft.

Zu Fuss ging es durch die immer enger werdende Schlucht zur eigentlichen Quelle. Je mehr man sich dieser näherte, je wärmer wurde es und mancher kam bei gut 36°C und 100% Luftfeuchtigkeit ins Schwitzen. Aus den Felsen über uns tropfte das Wasser und wer einen Regenschirm oder eine Regenjacke dabei hatte war froh darüber.

Zurückgekehrt in den alten Gemäuern des Bades, erwartete uns ein feines Mittagessen mit heisser Kürbiscrèmesuppe, einem knackigen Salat gefolgt von einem Pouletschnitzel an Orangen-Rahm-Sauce mit Butternudeln. Abgerundet wurde das Mahl mit je einer Kugel selbstgemachter Vanille- und Schokoladeglacé. Die Küche kann weiter empfohlen werden.

Frisch gestärkt machten wir uns auf den Rückweg, durch das Tal der Tamina abwärts, nach Bad Ragaz. Ein einstündiger, gemütlicher Spaziergang, auf beiden Seiten Felswände und rechts vom Weg die Tamina.

Wie abgemacht, um 15 Uhr, trafen alle am vereinbarten Treffpunkt ein und auch unser Bus mit Chauffeur Marcel Wieser war für die Weiterfahrt bereit. Die Fahrt ging weiter nach Maienfeld, wo noch ein Kurzbesuch im berühmten Heididorf eingeschoben wurde. Während einige Chormitglieder bei einem weiteren Spaziergang durch das Dörfchen schlenderten, verweilten die Übrigen auf der gemütlichen Terrasse des Restaurants und genossen einfach nur die Sonne. Um 16.30 Uhr mussten wir leider wieder in den Bus einsteigen und die Rückfahrt nach Wallisellen antreten, wo wir nach ruhiger und wiederum staufreier Fahrt um 18 Uhr eintrafen. Dieser wunderbare Tag wird den Teilnehmenden sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

Klangweg Toggenburg


Samstag, 31. August 2013

Bericht von Isabella Egli

Cäcilienchor auf Reisen

Am Samstag, 31. August, unternahm der Cäcilienchor Wallisellen/Dietlikon/Wangen-Brüttisellen bei herrlichem Spätsommerwetter seine alljährliche Chorreise. Wie es sich für einen Chor gehört, hatte diese auch etwas mit Musik/Klang zu tun.
Pünktlich um 7.45 Uhr traf der bestellte Bus der Firma Twerenbold am Treffpunkt ein, und es wurde gestartet. Der Geruch von frischen Gipfeli und Kaffee verteilte sich schnell im Bus und auf der Oberland-Autobahn konnte dann der Zmorgen genossen werden. Die Fahrt über St. Gallenkappel, den Ricken, über Wattwil nach
Alt St. Johann war abwechslungsreich. Dabei entpuppte sich unser Chorleiter Christoph Schönenberger als ausgezeichneter Reiseleiter, denn für ihn war diese Reise sozusagen ein «Heimspiel».

In Alt St. Johann, der Talstation der Sellamattbahn, bestiegen wir die Sesselbahn und fuhren hinauf auf die Alp Sellamatt zum Toggenburger Klangweg. Auf dem kurzen Fussweg zum Bergrestaurant Iltios konnten die Chormitglieder an den einzelnen Stationen des Klangweges auf spielerische Weise Töne und Klänge erzeugen.

Kurz vor Mittag konnte dank dem ansprechenden Wetter auf der Terrasse des Bergrestaurant Iltios zum Apéro angestossen werden. Das anschliessende Mittagessen im Restaurant war ausgiebig und das Küchenbuffet wurde öfter besucht. Die toggenburger Spezialiät «Schlorziflade» fehlte auch nicht.
Leider versteckte sich der Säntis fast die ganze Zeit im Nebel.

Mit der Standseilbahn ging es hinunter nach Unterwasser wo der Bus bereits wartete. Zurück über Alt St. Johann und Wattwil war der nächste Halt das beschauliche Städtchen Lichtensteig, wo sich ein Musikautomatenmuseum befindet. Präsentiert und vorgeführt wurden dort vom kleinsten Spieldöschen (ca. 2 cm gross) bis hin zum schrankgrossen Musikautomaten. Anfangs waren die Melodien noch auf runde Metallplatten gestanzt, später auf Papierlochstreifen.
Diese Lochstreifen konnten in den grossen Automaten auch zurückgespult werden. Die grössten mechanischen Musikautomaten (genannt Orchestrion) sind in der Lage, nebst dem Klavier weitere Instrumente zu spielen, so dass ein ganzes Orchester ertönt.

Die Heimfahrt führte den Chor durch das idylische Neckertal über Wil SG nach Wallisellen wo wir am frühen Abend eintrafen. Der wunderbare Tag wird den Teilnehmenden sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

Serenadenkonzert 2017


Zauber der Operette

Sonntag, 10. September 2017, 17.00 Uhr
Kath. Kirche St. Michael in Dietlikon

Bericht von Helga Eissler

Serenadenkonzert des Cäcilienchors mit dem Männerchor

Am Sonntagabend, 10. September 2017 fand in der katholischen Kirche St. Michael in Dietlikon die gemeinsame Herbstserenade des Cäcilienchors Wallisellen/Dietlikon/Wangen-Brüttisellen mit dem Männerchor Wangen unter dem Titel «Zauber der Operette» statt.

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Liebhaber der leichten Muse sowie Verwandte und Bekannte der Sängerinnen und Sänger schwelgten in den Melodien einer noch gar nicht so lange vergangenen Epoche der musikalischen Unterhaltung. Den Konzertbesuchern  – auch wenn es mehr hätten sein können – gefiel es.
Cäcilienchor und Männerchor Wangen werden beide vom jungen und initiativen Dirigenten Christoph Schönenberger betreut. Er hat das Repertoire der Chöre geöffnet und modernisiert. Mit den Medleys aus Operetten, welche in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts  in Wien und Berlin aus der Taufe gehoben wurden, hatten sich die Chöre keine leichte Aufgabe  gestellt. Die wechselnden Rhythmen verlangten den Sängerinnen und Sängern alles ab. Sie wurden dabei von der jungen Sopranistin Romina Peter, dem Pianisten Christoph Küderli und  dem Percussionisten Borut Gracaj in bewährter Weise unterstützt.
Die Operette lebt von einer pikanten Mischung schwungvoller Melodien, Turbulenzen, Verwechslungen, lustigen Texten, auch Gesellschaftskritik und hat - von wenigen Ausnahmen abgesehen - immer ein Happy End. Auch wenn sie in den 1950er Jahren vom Musical abgelöst wurde, wird sie speziell in Österreich bei Sommerfestspielen und in Wien gepflegt.

Operetten und ihre Geschichte

Christoph Schönenberger hatte es auch übernommen, durch das Programm zu führen und auf das Libretto der Operetten einzugehen. Auftakt machte die Operette «Im weissen Rössl» von Ralph Benatzky, welche 1930 in Berlin uraufgeführt wurde und von der unerwiderten Liebe des Oberkellners Leopold zu seiner Chefin und Hotelbesitzerin Josefa Huber handelt. Der Cäcilienchor sang eine Auswahl der schönsten Melodien wie «Die ganze Welt ist himmelblau, wenn ich in Deine Augen schau», «Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist», «Mein Liebeslied soll ein Walzer sein».

Standesdünkel werden aufgeweicht

Der Männerchor Wangen glänzte dann mit einem Walzermedley aus «Die lustige Witwe» von Franz Lehár, Uraufführung 1905 in Wien. Die Operette besticht durch ein neues Sujet: Hanna, eine selbstbewusste und starke Frau setzt sich in der Männerwelt durch, nachdem ihre Heirat mit dem Grafen Danilo aus gesellschaftlichen Gründen nicht  erlaubt ist. Durch die Vermählung mit einem reichen Bankier, der noch in der Hochzeitsnacht stirbt, wird sie plötzlich eine begehrte Partie. Die schwungvolle Melodie der «Ballsirenen» wurde zum Gassenhauer und begeisterte auch an diesem Nachmittag.
Gemeinsam interpretierten die Chöre einen Querschnitt mit den bekanntesten Melodien aus der erfolgreichen Operette «Die Csárdásfürstin» von Emmerich Kálmán aus dem Jahre 1915. In diesem Werk geht es um Standesvorurteile. Der Adelige Edwin-Weylersheim möchte die Chansonnière Sylva Varescu heiraten, darf aber nicht. Intrigen, Missverständnisse und Turbulenzen führen die beiden schlussendlich zusammen. Bezaubernd die bekannten Melodien wie «Die Mädis, die Mädis vom Chantant», «Tanzen möcht‘ ich, jauchzen möcht‘ ich», «Jai Mamám, Bruderherz ich kauf mir die Welt».

Eine unsterbliche Melodie

Zu einem Höhenflug setzte anschliessend der Männerchor mit dem «Fliegermarsch» aus der vergessenen Operette «Der fliegende Rittmeister» von Hermann Dostal aus dem Jahre 1912 an. Er ist eine Hommage an die «Tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten und Freiluftballons». Die Melodie avancierte zu einem der bekanntesten Märsche im deutschsprachigen Raum und wird bis heute regelmässig von den Blasmusikcorps der Armeen Österreichs, Deutschlands, aber auch der Schweiz gespielt.

Das Musical macht sich bemerkbar

In der Operette «Maske in Blau» von Fred Raymond aus dem Jahre 1937 sind bereits die Einflüsse der neuen Musikgattung  Musical spürbar. Neben Walzern werden jetzt auch Tango und Foxtrott aufgeführt. Die Handlung spielt in San Remo in Italien und am Rio Negro in Argentinien. Protagonisten sind der Kunstmaler Armano Cellini und die reiche Plantagenbesitzerin Evelyne Valera. Nach einem riesigen Durcheinander gibt es natürlich ein Happy End. Im Potpourri singt der Cäcilienchor unter anderem «Frühling in San Remo», «Dir will ich mein Leben geben» und «Schau einer schönen Frau nicht zu tief in die Augen».
Als Zugabe für den Heimweg sangen beide Chöre das «Glühwürmchen» von Paul Lincke aus seiner Operette «Lysistrata» (1904). Mit einem herzlichen Applaus dankte das Publikum den Chören.

Gemütlicher Ausklang

Wie in den vergangenen Jahren war von freundlichen Helfern für das leibliche Wohl der Konzertbesucher im Pfarreisaal gesorgt. Dort kam es zu netten Gesprächen mit den Sängerinnen und Sängern beider Chöre. Natürlich war das Konzert auch ein viel diskutiertes Thema.

Serenadenkonzert 2015


Dream Factory

Werke aus der Filmmusik

Sonntag, 31. Mai 2015, 17.00 Uhr
Kath. Kirche St. Michael in Dietlikon

Bericht von Helga Eissler

Klänge aus Filmen und Musicals

Der Cäcilienchor Wallisellen/Dietlikon/Wangen-Brüttisellen, zusammen mit Sängerinnen und Sängern des Gemischten Chors Affoltern am Albis und dem Männerchor Wangen, entführten am Sonntagabend, 31. Mai 2015 in ihrem Frühjahrskonzert «Dream Factory» mit Liedern aus weltbekannten Filmen und Musicals in das letzte Jahrhundert. Das Publikum war begeistert.

Eine Zeitreise durch die Geschichte der Filmmusik und Musicals versprach das Programm. Dabei sind viele Filme Adaptionen von Musicals und umgekehrt. Dem Gesamtchor gelang eine fulminante Eröffnung der Serenade mit «Climb every Mountain» aus dem Musical «The Sound of Music» (Komponist Richard Rodgers); der romantischen Geschichte einer Nonne und eines Nazi-Soldaten vor dem Hintergrund der bayrischen Bergwelt. Die Chöre hatten sich viel vorgenommen und präsentierten unter der Leitung ihres gemeinsamen Dirigenten Christoph Schönenberger, der zudem atemlos durch das Programm führte, niveauvolle Lieder in Deutsch, Englisch und Russisch.

Bekannte Songs aus «Sister Act» und «Jesus Christ Superstar»

Die Sängerinnen des gemischten Chors Affoltern am Albis sangen mit Hingabe aus «Sister Act» (Komponist Alan Menken) – einer Kriminalkomödie – die himmlischen Lieder «My God» und «I follow him», Solistinnen Romina Peter, Sopran und Valerie Jost, Alt. Gemeinsam mit ihren männlichen Partnern interpretierte der Chor zwei Kostproben aus «Jesus Christ Superstar» (Komponist Andrew Lloyd Webber) «I don’t know how to love him» und «King Herod‘s Song», Solisten Markus Barth, Tenor und Romina Peter, Sopran. Andrew Lloyd Webber hat diesem Musical mit einer unkonventionellen Idee die Leidensgeschichte Jesus aus der Sicht eines Selbstmörders zugrunde gelegt.

Musikalisch und gestalterisches Talent zeigten anschliessend die Herren des gemischten Chors Affoltern am Albis und der Männerchor Wangen mit «1492: Conquest of Paradise» (Komponist Vangelis) aus dem Historienfilm des Regisseurs Ridley Scott aus dem Jahr 1992, der anlässlich des 500. Jahrestags der Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus erschien.

Ohrwürmer aus den 30er Jahren

Die Melodien des Männerchors Wangen «Im kühlen Grunde», «Wochenend und Sonnenschein», «Ein Freund ein guter Freund» der Comedian Harmonists waren dem Chor wie auf den Leib geschrieben. Engagiert und flott interpretierten sie die Hits der Comedian Harmonists, einem international bekannten Berliner Vokalensemble der Jahre 1927 bis 1935. Einen kleinen Ausreisser erlaubte sich der Chor mit dem russischen Volkslied «Dwienadcat Rozboinikow» mit seinem Solisten Werner Hasler, Bass; einem Dauerbrenner, mit dem er seine Zuhörer immer wieder begeistert. Vom Golden Gate Quartett, einer Formation, die es heute schon in der vierten Generation gibt, existiert leider kein abendfüllender Unterhaltungsfilm, aber einige Film-Dokumentationen. Ihr berühmtestes Lied «Oh when the Saints» interpretierte der Chor mit viel Schwung und Begeisterung.

«Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat»

Der Cäcilienchor wandte sich anschliessend seinem Schwerpunkt Andrew Lloyd Webber zu. Dieser hat sein ausserordentlich erfolgreiches Erstlingswerk für eine Jubiläumsfeier der Londoner Colt Court School am 1. März 1968 komponiert. Musikalisch gesehen besteht das Musical aus einer Reihe von Parodien verschiedener Musikstile und Hommagen an bekannte Musiker. Es erzählt die Geschichte von Joseph dem Träumer, von seinem Vater verhätschelt, von seinen Brüdern gehasst und nach Ägypten verkauft. Als es später in Israel zu einer Hungersnot kommt, ziehen die Brüder nach Ägypten und nach einer Intrige gegen den jüngsten Bruder Benjamin versöhnt sich Joseph mit ihnen. Den Prolog «Any dream will do» sangen Romina Peter als Erzählerin und Markus Barth als Joseph. Es folgten die Songs «Jacob and Sons», «Joseph’s Dream», «Close every Door» (mit einem Klarinettensolo von Romina Peter), «Those Canaan Days» und «Benjamin Calypso» mit einem Solo von Bernhard Jutzi, Tenor.

Letzter Höhepunkt mit dem Gesamtchor

Mit dem Lied «The Hunt for Red October» verabschiedeten sich die Chöre. Dabei handelt es sich um eine Melodie aus dem gleichnamigen Film. Die spannungsgeladene Musik eilt der dramatischen Handlung voraus und lässt die Gefühle und Ereignisse des Überlaufens des Kapitäns des sowjetischen Atom-U-Boots «Red October» mit seinen Offizieren zur NATO erahnen.

Das Publikum dankte den Chören, den Solisten und Instrumentalisten Christoph Küderli, Piano, Christoph Thanhäuser, Bass und Borut Gracej, Schlagzeug, und last but not least, dem Chorleiter Christoph Schönenberger mit viel Applaus. Aber so einfach liess das Publikum die Chöre nicht laufen, es forderte eine Zugabe. So endete die Serenade wie sie begann: mit dem romantischen Lied «Climb every Mountain» aus dem Musical «The Sound of Music».

Serenadenkonzert 2013


ANATEVKA

Fiddler on the roof

Sonntag, 30. Juni 2013, 18.00 Uhr
Kath. Kirche St. Michael in Dietlikon

Sonntag, 8. September 2013, 17.00 Uhr
Kath. Kirche St. Antonius in Wallisellen

Bericht von Helga Eissler

«Wenn ich einmal reich wär'»

Am Sonntagabend, 30. Juni 2013 führte der Cäcilienchor seine alle zwei Jahre stattfindende Serenade durch. Es kamen ausgewählte Lieder aus dem Musical «Anatevka - Fiddler on the roof» zur Aufführung. Gesang, schöne Soli und Zwischentexte begeisterten das Publikum und brachten ihre Herzen zum Schwingen.

Einmal im Jahr gibt der Cäcilienchor speziell für sein Heimpublikum ein Konzert in der Kirche St. Michael in Dietlikon. Dabei kommt immer ein attraktives Programm zur Aufführung. Viele Chormitglieder laden ihre Freunde und Verwandten ein. Und was wäre da besser geeignet, als Musiknummern aus dem bekannten Musical «Anatevka», englischer Originaltitel «The Fiddler on the Roof», der erfolgreichsten Produktion aller Zeiten am Broadway in New York.

Eine turbulente Familiengeschichte

Vierzig Sängerinnen und Sänger eröffneten die Serenade mit der Titelmelodie «Fiddler on the roof». Die Geschichte spielt im zaristischen Russland im ukrainischen Dorf Anatevka im Jahre 1905. Die im Dorf lebende jüdische Gemeinschaft legt grossen Wert auf Tradition, die im gleichnamigen Lied besungen wird. Der arme Milchmann Tevje und seine Frau Golde haben fünf Töchter, drei davon im heiratsfähigen Alter. So drehen sich die nächsten Songs: «Tradition», «Matchmaker», «If I were a rich man» und «Sabbath prayer» um die Heiratsvermittlung, was Tevje als reicher Mann machen würde und ein Gebet seiner Frau Golde. Durch die Heiratsvermittlerin Yente hält der reiche Metzger Lazar Wolf um die Hand der ältesten Tochter Zeitel an, die bereits seit einem Jahr heimlich mit dem armen Schneider Mottel verlobt ist. Mit «To life» feiern Tevje und der Metzger Wolf ihre Übereinkunft. Aber «Miracle of miracles», Tevje kann seiner Tochter ihren Herzenswunsch nicht abschlagen und an ihrer Hochzeit mit Mottel stellen er und seine Frau Golde in «Sunrise, sunset» fest, dass ihre Kinder erwachsen werden. Im anschliessenden «Do you love me» lassen sie stimmungsvoll die 25 Jahre ihrer arrangierten Ehe Revue passieren. Die zweitälteste Tochter Hodel verliebt sich in den mit revolutionären Ideen infizierten Studenten Perchik, den Tevje als Hauslehrer für seine Töchter unter der Bedingung aufnimmt: Bildung gegen Essen! Perschik wird verhaftet, nach Sibirien verbannt, wohin Hodel ihm folgen wird.
Und dann verabschiedet sie sich von ihren Eltern mit «Far from the home I love». Die dritte Tochter Chava schliesslich wird einen nicht-jüdischen jungen Russen heiraten, weshalb sie von ihrem Vater verstossen wird. Tevje hadert mit den Hochzeitswünschen seiner Töchter, seine traditionellen Vorstellungen kommen ins Wanken. Dann überschlagen sich die Ereignisse. Der Zar verstärkt den Druck auf die jüdische Bevölkerung und diese muss innert 48 Stunden ihr Dorf verlassen, welches sie wehmütig im Schlusslied «Anatevka» besingt. Die Gemeinde wird in alle Himmelsrichtungen verweht, was im Auszug des Chors über die verschiedenen Zugänge zum Altarraum sinnbildlich zum Ausdruck kommt.

Das Publikum dankte dem Chorleiter Christoph Schönenberger, dem Pianisten Christoph Küderli, den Sängerinnen und Sängern und den Sprechern mit einem grossartigen Applaus. Dafür gab es dann noch eine Zugabe.

Serenadenkonzert 2011


Summertime

Melodien aus den 30er Jahren

Sonntag, 10. Juli 2011, 18.00 Uhr
Kath. Kirche St. Michael in Dietlikon

Bericht von Beat Witzig

Sommer musikalisch heraufbeschwört

Am Sonntagabend, 10. Juli 2011 fand das traditionelle Serenadenkonzert des Cäcilienchors Wallisellen/Dietlikon/Wangen-Brüttisellen statt. Zusammen mit dem Pianisten Mischa Cheung am Flügel und unter der Leitung von Agnes Ryser sang der Chor Lieder aus den 1930er Jahren.

Seit einigen Jahren findet, eine Woche vor den Sommerferien, das Serenadenkonzert auf dem Kirchenplatz der Kirche St. Michael in Dietlikon statt. Trotz dem diesjährigen Motto «Summertime» konnten die Vorträge nicht wie geplant unter freiem Himmel vorgetragen werden. Die unsichere Wetterlage erzwang die Verlegung des Konzertes in die Kirche. Dank dem Umstand, dass sich das Wetter nicht an die Vorhersage hielt, konnte anschliessend der gesellige Teil bei warmen Temperaturen unter freiem Himmel abgehalten werden.

Pünktlich um 18.00 Uhr eröffnete der Chor das Konzert, vor gut gefüllten Rängen, mit dem Lied «Wochenend und Sonnenschein». Besinnliche Lieder wie «Irgendwo auf der Welt» und «Old man river» aus dem Musical «Showboat» wechselten sich mit «Mein kleiner grüner Kaktus» und «Kriminaltango» von Hazy Osterwald ab. Zum Abschluss des ersten Teils spielte der Pianist Mischa Cheung, Mitglied des Gershwin Quartetts, die «Rhapsody in blue». Bei dem ewig jungen Stück von Gershwin lebte sich der junge Pianist so richtig in der Improvisation aus. Virtuos und poetisch konnten die zahlreich erschienen Zuhörer den Vortag geniessen und erleben.

Im zweiten Teil sang Agnes Ryser Sopransolo mit Piano-Begleitung die Lieder «I got rhythm» und «Summertime». Von der schönen und klaren Stimme waren nicht nur die Konzertbesucher begeistert. Ein ungebetene Fliege war offensichtlich derart hingerissen, dass sie den Atmen kreuzte und im Mund der Sängerin verschwand. Trotz diesem Missgeschick sang die Solistin unbeeindruckt weiter und liess sich nicht aus der Ruhe bringen.
Im anschliessenden Stück «Chattanooga Choo Choo», der legendären Dampfbahnfahrt von New York nach Tennessee, leitete der Chor den Abschluss des Konzertes ein. Auf die swingende Präriestimmung erklang das Lied «Somewhere over the rainbow» stimmungsvoll zum Abschluss.

Das Publikum war sichtlich berührt, bis es dann aber dem Chor, dem Pianisten und der Solistin mit grossem Applaus dankte und anschliessend den Abend bei gemütlichem Beisammensein vor der Kirche genoss.

90 Jahre Cäcilienchor
Wallisellen/Dietlikon/Wangen-Brüttisellen


Missa Cellensis in C-Dur

(Mariazellermesse)

von
Joseph Haydn


und

Te Deum laudamus

von
Wolfgang Amadeus Mozart

Sonntag, 20. November 2016, 10.00 Uhr
Kath. Kirche St. Michael in Dietlikon

Bericht von Helga Eissler

Festtagsklänge zum Jubiläum

Am Sonntagmorgen, 20. November 2016 feierte der Cäcilienchor sein 90-jähriges Bestehen mit der «Missa Cellensis in C-Dur (Mariazellermesse)» von Joseph Haydn (1732-1809) und dem «Te Deum laudamus» von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) in der Kirche St. Michael in Dietlikon.

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Gottesdienstbesucher aus Wallisellen, Dietlikon und Wangen-Brüttisellen waren von den Darbietungen des Chors beeindruckt,  der unterstützt von Solisten und Instrumentalisten unter der Leitung von Christoph M. Schönenberger die beiden klassischen Werke der Kirchenmusik zur Aufführung brachte.

Cäcilia, die Schutzpatronin der Kirchenmusik und Namensgeberin des Kirchenchors Wallisellen/Dietlikon/Wangen-Brüttisellen, muss dem ihr geweihten Chor vor 90 Jahren ihr uneingeschränktes  Wohlwollen zugesichert haben. Wie hätte sonst der kleine, damals aus zwölf Sängerinnen und Sängern bestehende Chor der katholischen Kirchgemeinde Wallisellen, die bis 1922 nicht einmal eine eigene Kultstätte hatte, überleben können? Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen haben bewirkt, dass der Chor heute gut dasteht und sein 90-jähriges Jubiläum mit einer der schönsten Messen der Musikgeschichte begehen kann. «Ein Meilenstein war zudem die Errichtung der Kirche St. Michael und ihre Einweihung am 1. November 1970», erzählt Irène Oettli aus Wangen, Präsidentin des Chors. Heute bestehe der Chor aus 37 aktiven Mitgliedern aus Wallisellen, Dietlikon und Wangen-Brüttisellen.

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Öffnung an die Neuzeit

Bis zum zweiten vatikanischen Konzil (1962-1965) begleitete der Kirchenchor -  fast ausnahmslos in Latein - jeden Sonntag die Messe. Das Konzil erlaubte eine Anpassung an die veränderten Verhältnisse in Kirche und Gesellschaft. Die moderne Liturgie zeigte neue Wege in der Kirchenmusik auf: die Anzahl der Auftritte wurde reduziert, das Liedgut den neuen Bestimmungen und Gegebenheiten angepasst. Spirituals, Lieder in Deutsch, Französisch oder Englisch neben lateinischen Messen fanden mittlerweile Eingang in das Repertoire des Chors. «An Pfarreifesten, Kirch-, Orgel-, Priester- und Diakonweihen sowie ökumenischen Gottesdiensten werden die Dienste von beiden katholischen Pfarreien beansprucht», sagt Irène Oettli. Für Serenaden und Konzerte stehe der Chor ebenfalls zur Verfügung.

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Haydn, Mozart und Orgelklänge

«Die Auswahl der beiden klassischen Stücke für den heutigen Anlass ist auf Vorschlag des Dirigenten in Absprache mit dem Chor getroffen worden», erklärt Irène Oettli. Es war eine gute Wahl: Die Sätze «Kyrie», «Gloria», «Credo», «Sanctus», «Benedictus» und «Agnus Dei» der «Missa Cellensis in C-Dur»  mit ihren Solipassagen und dem Soloquartett  setzten den Schwerpunkt in der Messe. Der feierliche Lob-, Dank und Bittgesang «Te Deum laudamus» von Wolfgang Amadeus Mozart schloss die Messe ab. Der Chor und seine Solisten Romina Peter (Sopran), Anja Muth (Alt), Markus Barth (Tenor), Wolfgang Pailer (Bass), Christoph Küderli an der Orgel und das ad-hoc Instrumentalisten-Ensemble wurden mit sicherer Hand des Dirigenten durch den Festgottesdienst geleitet. Die Gottesdienstbesucher bedankten sich mit einem herzlichen Applaus für die grossartige musikalische Gestaltung.

Und zuletzt sei noch erwähnt: Die Präsidentin des Chors, Irène Oettli, konnte für ihre 50-jährige (!) Mitgliedschaft im Cäcilienchor die Glückwünsche der beiden Pfarreien entgegennehmen.

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Generalversammlung 2015


Samstag, 14. März 2015

Bericht von Isabella Egli

Generalversammlung des Cäcilienchors

Der Cäcilienchor Wallisellen/Dietlikon/Wangen-Brüttisellen genehmigte an seiner
89. Generalversammlung die neuen Statuten. Das ist die erste Totalrevision seit dem Bestehen des Chors, der im Jahre 1926 gegründet wurde.

Am Samstag, 14. März 2015, lud der Cäcilienchor zu seiner
89. Generalversammlung im Pfarreizentrum St. Michael in Dietlikon ein. Dies im Anschluss an den gesanglich mitgestalteten Gottesdienst. Die Präsidentin, Irène Oettli, konnte die fast vollzählig erschienenen Sängerinnen und Sänger begrüssen. Besonders begrüsst wurden die beiden Pfarreibeauftragten, für die Pfarrei
St. Michael, Reto Häfliger, und für die Pfarrei St. Antonius, Claudio Cimaschi.
Die Kirchenpflege wurde durch Urs Achermann, Gutsverwalter vertreten.
Anwesend war natürlich auch der Chorleiter, Christoph Schönenberger.

Im Jahresbericht hielt die Präsidentin Rückschau auf ein erfolgreiches, musikalisch spannendes Jahr 2014. So sang der Chor zum Beispiel am Bettag in Wallisellen die Ländlermesse «Pax Montana» der Schweizer Komponistin Heidi Bruggmann und in den Weihnachtsgottesdiensten die «Missa brevis» von Joseph Haydn.
Besonderer Höhepunkt stellte die Matinée am 23. November in Brüttisellen dar.
Zum 20-jährigen Jubiläum der Matinée, die von der Hugo Looser-Stiftung initiiert wurde, sang der Chor, verstärkt durch den Männerchor Wangen und Sängerinnen und Sängern des Konzertchors Wallisellen die «Krönungsmesse» von W. A. Mozart.

Statutenrevision genehmigt

Das Traktandum «Wahlen» war auch schnell erledigt, stellte sich doch der gesamte Vorstand für ein weiteres Jahr zur Verfügung. Für fleissigen Probenbesuch – null bis zwei Absenzen – konnten sieben Sängerinnen und ein Sänger geehrt werden. Haupttraktandum war aber die schon lange fällige Statutenrevision.
Ziel war, die bald 90-jährigen Statuten den heutigen Bedürfnissen anzupassen.
So öffnet sich der Chor für alle am Gesang interessierten Personen. Sie wurden einstimmig, also ohne Gegenstimmen und Enthaltungen angenommen.

Zum Schluss bedankten sich die beiden Pfarreibeauftragen für den grossen Einsatz der freiwillig geleistet wird. Diesem Dank schloss sich Urs Achermann im Namen der gesamten Kirchenpflege an. Beim anschliessenden gemütlichen Beisammensein und einem kleinen Imbiss klang die diesjährige Generalversammlung aus.

Jubiläumsmatinée 2014
der Hugo Looser Stiftung


Krönungsmesse in C-Dur

von
Wolfgang Amadeus Mozart

Sonntag, 23. November 2014, 11.00 Uhr
Gsellhof in Brüttisellen

Bericht von Helga Eissler

Eine musikalische Erfolgsgeschichte

Am Sonntagmorgen, 23. November 2014 feierte die Matinée der Hugo Looser Stiftung ihr 20-jähriges Jubiläum im voll besetzten Gsellhof. Viele Musikfreunde waren der Einladung der Musikschule Dübendorf, der Wangen-Brüttisellen seit 2010 angegliedert ist, voller Vorfreude gefolgt und erlebten ein festliches Konzert mit Sonaten und Kantaten von Wolfgang Amadeus Mozart. Die Zuhörer waren von den Darbietungen begeistert.

1994 wurde die Stiftung Hugo Looser ins Leben gerufen. Neben der Förderung vieler sozialer Belange in Wangen-Brüttisellen unterstützt sie auch kulturelle Projekte.
Zur gleichen Zeit hatte die damalige Musikschulleiterin Irène Oettli die Vision, mit der Matinée einer breiteren Öffentlichkeit die Tätigkeit der Musikschule, die verschiedenen Musikinstrumente und Musikstile vorzustellen. Glücklicherweise sprang die soeben gegründete Hugo Looser Stiftung für die erforderlichen finanziellen Mittel ein.
Seither habe die regionale Musikschule Dübendorf, wie deren künstlerischer Leiter Olivier Scurio erwähnt, eine bemerkenswerte künstlerische Entwicklung erlebt.
Nach der ersten Matinée 1994 mit Lehrkräften der Musikschule hat sich diese mit den Auftritten nationaler und internationaler Künstler zu einem festen Bestandteil im kulturellen Leben von Wangen-Brüttisellen entwickelt. Gemeinderätin Marlies Dürst würdigte die Verdienste der Initiantin Irène Oettli und des grosszügigen Sponsors Hugo Looser. Dieser betonte in einer kurzen Ansprache, dass das Anliegen seiner Stiftung der Zusammenhalt der Bevölkerung von Wangen-Brüttisellen sei.

Das Wunderkind Mozart

Wolfgang Amadeus Mozart wurde 1756 in Salzburg geboren. Bereits im Alter von vier Jahren erhielten er und seine fünf Jahre ältere Schwester Nannerl vom Vater den ersten Musik- und allgemeinbildenden Unterricht (Klavier- und Violinspiel und Komposition). Mozart war insgesamt über zehn Jahre, beinahe ein Drittel seines Lebens, auf Reisen, die ihn in fast alle Länder Europas führten. Auf der Rückreise von einer dreijährigen Konzertreise durch Westeuropa mit den Eltern und seiner Schwester konzertierte er 1766 auch in Genf, Lausanne, Bern und Zürich.
Mozart verstarb 1791 in Wien und hat der Nachwelt ein berühmte Opern, Sinfonien, Klavierkonzerte und Kirchensonaten umfassendes Gesamtwerk hinterlassen.
Seine Kompositionen werden in allen Opernhäusern und Konzertsälen der Welt aufgeführt.

Zauberhafte Klänge

Gross war das Aufgebot mit 80 Ausführenden: Cäcilienchor Wallisellen/Dietlikon/Wangen-Brüttisellen mit Mitgliedern des ehemaligen Konzertchors Wallisellen, Männerchor Wangen, vier Solisten, Camerata Instrumentale (mit Lehrpersonen der Musikschule Dübendorf und dem 15-jährigen Waldhornbläser Yannick Schönbeck) unter der Leitung von Christoph M. Schönenberger.
Zu Beginn des Konzerts erklang die Sonate für Orchester KV 329, gespielt von der Camerata Instrumentale (Konzertmeisterin Rosmarie Mahnig). Bei der folgenden Kantate «Dir Seele des Weltalls» für Tenor-solo, Männerchor und Orchester KV 429 zeigten der verstärkte Männerchor mit dem Tenor Markus Barth, das Orchester und der Dirigent, wie gut sie aufeinander eingespielt waren. Die anschliessende Kirchensonate in C-Dur KV 278 für Orchester ist ein fröhlich klingendes Werk Mozarts. Mit dem «Te Deum laudamus» für Chor und Orchester KV 141 hatte der Cäcilienchor seinen ersten Einsatz. Das «Te Deum laudamus» war in früheren Zeiten ein wichtiger Bestandteil in der katholischen Liturgie und diente vor allem als Danksagung bei allen möglichen Haupt- und Staatsakten, gewonnenen Schlachten und Krönungen. Die vier unterschiedlich langen Sätze enden in einem monumentalen Schluss. Die letzte und auffälligste Sonate in C-Dur für Konzertante Orgel und Streicher KV 336 hat Mozart in Form eines kleinen Orgelkonzerts konzipiert.
Sie wurde von Christoph Küderli an der Orgel und zwei Violinen zauberhaft interpretiert. Das grosse Finale bildete dann die zum 20-jährigen Jubiläum passende festlich und reich angelegte Krönungsmesse in C-Dur für Solisten, Chor und Orchester KV 317. Sie gilt als eine der bekanntesten Messen Mozarts und ist mit festlichem Schwung und Kontrastreichtum angelegt. Ihr berühmtester Satz ist das «Agnus Dei». Sängerinnen und Sänger, die Solisten Romina Peter (Sopran), Claudia van Acken (Alt), Markus Barth (Tenor), Wolfgang Pailer (Bass) und die Camerata Instrumentale unter der Leitung des Dirigenten begeisterten mit einer grossartigen Darbietung. Die Konzertbesucher geizten nicht mit ihrem Applaus und als Zugabe wiederholten die Sängerinnen und Sänger den Chorteil des Satzes «Agnus Dei».